Energe­tische Reinigung

Je­der, der Mas­sage in sei­nen viel­fäl­ti­gen For­men prak­ti­ziert hat, weiß, dass es mehr als nur eine phy­si­sche The­ra­pie ist. Wenn Men­schen mit­ein­an­der in­ter­agie­ren, gibt es ei­nen sub­ti­len Fluss, ei­nen Energieaustausch.

Es ist dein wert­vol­les Ge­schenk an Zeit und Fä­hig­kei­ten, wenn du Mas­sage  er­teilst. Du musst dir aber auch über den po­ten­zi­el­len Scha­den dei­nes en­er­ge­ti­schen We­sens be­wusst sein. En­er­ge­ti­sche Rei­ni­gung ge­hört zur Auf­gabe je­den gu­ten Masseurs.

Zentrieren — Einen heiligen inneren Raum schaffen 

Zen­trie­ren ist eine we­sent­li­che Vor­aus­set­zung für jede Hei­lungs­pra­xis. Es be­deu­tet Fo­kus. Es ist ein Zu­stand me­ta­phy­si­schen Gleichgewichts. 

Ihr Zen­trum ist als Hara be­kannt, das ja­pa­ni­sche Wort für Bauch. Die Chi­ne­sen be­zeich­nen es als Tan t’ien und die yo­gi­sche tan­tri­sche Tra­di­tion als Ma­nipura-Cha­kra. Ein paar Zen­ti­me­ter un­ter dem Na­bel ge­le­gen, ist es mit dem Ver­dau­ungs­feuer, dem Sitz des emo­tio­na­len Le­bens, ver­bun­den. Dort liegt un­ser Schwer­punkt — der Kern un­se­res phy­si­schen Wesens.

Wenn Sie Ihre per­sön­li­che En­er­gie durch das Hara ka­na­li­sie­ren, be­deu­tet dies, dass Ihre Be­hand­lung we­ni­ger Mus­kel­kraft er­for­dert und Sie län­ger ar­bei­ten kön­nen, mit we­ni­ger Energieverbrauch.

Vor je­der Be­rüh­rungs­the­ra­pie soll­ten Sie sich ei­nige Mi­nu­ten da­mit be­schäf­ti­gen, sich zu zentrieren. 

  • Set­zen Sie sich mit ge­kreuz­ten Bei­nen auf ei­nen Stuhl oder den Bo­den (ggf. mit ei­ner ge­fal­te­ten De­cke un­ter dem Po). 
  • Stel­len Sie si­cher, dass Ihre Hüf­ten et­was hö­her lie­gen als Ihre Knie. 
  • Rich­ten Sie die ge­samte Wir­bel­säule phy­sisch nach oben aus und stüt­zen Sie die Hand­rü­cken auf die Knie. Die Dau­men hal­ten die Zei­ge­fin­ger, die an­de­ren Fin­ger krüm­men sich natürlich.
  • Schlie­ßen Sie Ihre Au­gen und rich­ten Sie Ihre Auf­merk­sam­keit auf die Mitte Ih­rer Stirn, dem drit­ten Auge (Ajna-Cha­kra).
  • Ver­bin­den Sie Ihre Ba­sis­wir­bel senk­recht auf dem Stuhl oder Bo­den und las­sen Sie die Wir­bel­säule nach oben ’schwe­ben’. 
  • Be­ob­ach­ten Sie den na­tür­li­chen Fluss Ih­res Atems. Fin­den sie den na­tür­li­chen Rhythmus.
  • Stel­len Sie sich beim Ein­at­men vor, Sie er­fül­len das Hara mit Kraft und En­er­gie aus der Erde.
  • Füh­len Sie den auf­stei­gen­den En­er­gie­fluss im Hara und ent­lang der Arme durch die Finger. 
  • Fah­ren Sie so lange fort, bis Sie sich zur Be­hand­lung be­reit fühlen.

Unterstützung durch ein Mantra 

Man­tras sind ge­dank­li­che Stüt­zen, die uns den Weg lei­ten kön­nen. Hier ein Vor­schlag für ein Man­tra zur Mas­sa­ge­be­hand­lung. Ver­su­chen Sie sich das Man­tra vor Be­ginn der Be­hand­lung vor Ih­rem geis­ti­gen Auge vor­zu­spre­chen. Schwin­det die Kraft wäh­rend der Mas­sage, er­neu­ern Sie es geistig.

„In der Mitte mei­nes We­sens leuch­tet ein hei­len­des Licht.”

Der Wasser­fall — Wasser ist Leben

Der Was­ser­fall ist eine der stärks­ten psy­chi­schen Rei­ni­gungs­tech­ni­ken. Wa­schen Sie al­les weg. Der Was­ser­fall be­freit den psy­chi­schen Kör­per von Un­rein­hei­ten, Ne­ga­ti­vi­tät, Sor­gen oder an­de­ren an­haf­ten­den Über­res­ten der vor­an­ge­hen­den Behandlung.

Der Was­ser­fall und an­dere ähn­li­che Va­ria­tio­nen sind eine psy­chi­sche Rei­ni­gungs­tech­nik, die vor je­der hei­len­den In­ter­ak­tion mit ei­ner an­de­ren Per­son prak­ti­ziert wird. Es kann als Ri­tual wäh­rend ei­ner Du­sche vor der Sit­zung oder al­ter­na­tiv als Vi­sua­li­sie­rung durch­ge­führt wer­den, wenn Du­schen nicht mög­lich ist.

An­lei­tung

  • Stel­len Sie sich vor, Sie ste­hen un­ter ei­nem kris­tall­kla­ren Was­ser­fall. Seine le­bens­spen­den­den und er­fri­schen­den Ge­wäs­ser rei­ni­gen Sie von Ih­ren täg­li­chen Mü­hen, so­wie von un­be­deu­ten­den Sor­gen und jeg­li­chen ne­ga­ti­ven Einstellungen.
  • Das Was­ser sam­melt sich und um Ihre Füße und fließt in die na­tür­li­che Welt, wo es ge­rei­nigt und wie­der in den Fluss der ge­sam­ten Na­tur in­te­griert wird.

Nach je­der Mas­sage ist es wich­tig, sich selbst zu rei­ni­gen! Es ist äu­ßerst wich­tig, dass die Sor­gen Ih­res Kli­en­ten nach der Sit­zung nicht bei Ih­nen bleiben. 

Dies hat ei­nen dop­pel­ten Vor­teil: Es ist ein psy­chi­sches Los­las­sen ei­ner zeit­wei­li­gen Bin­dung an den En­er­gie­kör­per des Kli­en­ten, sei­ner Sor­gen und auch an das Er­geb­nis Ih­rer Ar­beit. Alle wahre Hei­lung ist bedingungslos.

Wa­schen Sie nach je­der Be­hand­lung Ihre Hände und Hand­ge­lenke un­ter flie­ßen­dem Was­ser. Tun Sie dies psy­chisch mit dem Was­ser­fall als Vi­sua­li­sie­rung, wenn keine Wasch­mög­lich­kei­ten vor­han­den sind.

Wasserfall
Grobes Salz
Räucherstäbchen

Energetische Reinigung mit Salz 

Salz ist seit lan­gem für seine al­che­mis­ti­sche Wirks­ung beim Ab­sor­bie­ren ne­ga­ti­ver En­er­gien be­kannt. Ei­nige The­ra­peu­ten stel­len eine kleine Schüs­sel Salz­kris­talle in die Nähe ih­res Ar­beits­be­reichs. Wäh­rend ei­ner Be­hand­lung “strei­chen” oder ent­la­den sie “schmut­zige” oder über­schüs­sige En­er­gien in die­ses Urelement. 

Das Salz kann durch in­ten­sive son­nen­ein­strah­lung wie­der ge­rei­nigt wer­den. Da­für muss es aber min­des­tens sechs Stun­den der Sonne aus­ge­setzt sein. Im Win­ter wird das zum Pro­blem. Ent­sor­gen Sie das Salz nach der Verwendung.

Räuchern

“Smud­ging”, was so­viel heißt wie ver­wi­schen, ist eine der be­kann­tes­ten Rei­ni­gungs­me­tho­den der ame­ri­ka­ni­schen Ur­ein­woh­ner. Da­für ver­wen­det man wei­ßen Sal­bei, eine hoch­aro­ma­ti­sche Pflanze. Sie wird ge­trock­net und zu Bün­deln zusammengebunden.

Be­vor ein Raum für Mas­sage- oder Hei­lungs­zwe­cke ge­nutzt wird, wird eine kleine Menge des Krauts in der Um­ge­bung ver­brannt, um so­wohl phy­si­sche als auch psy­chi­sche Kräfte zu „rei­ni­gen“. Tra­di­tio­nell wird eine Ad­ler­fe­der ver­wen­det, um den Rauch durch den Raum zu lei­ten. Man kann auch die Kör­per des Hei­lers und des Emp­fän­ger da­mit fä­chern. Hier ist et­was Übung gefragt.

Wenn Sie kein Sal­bei­kraut zur Hand ha­ben, kön­nen Sie es auch mit äthe­ri­schem Sal­bei-Öl ver­su­chen. Ein­fach ein paar Trop­fen in den Dif­fu­ser ge­ben. Ach­tung, da nicht je­der den in­ten­si­ven Sal­bei-Ge­ruch schätzt und Sie für die Mas­sage viel­leicht mit an­de­ren Düf­ten ar­bei­ten möch­ten, ver­wen­den Sie das Sal­bei-Öl bes­ser im An­schluss an die Behandlung.

Fazit

Egal, ob Sie Ih­ren Part­ner oder eine fremde Per­son mas­sie­ren, es kommt im­mer zum Aus­tausch von En­er­gien. Als Selbst­schutz und auch um das Er­geb­nis Ih­rer Ar­beit nicht zu ge­fähr­den, ist en­er­ge­ti­sche Rei­ni­gung vor und nach ei­ner Be­hand­lung wich­tig. Die vor­ge­stell­ten Tech­ni­ken sind ein­fach und auch für Laien umsetzbar.

Gra­tis

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